Mittwoch, 3. Juli 2019

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der Evangelischen Kirchengemeinde Nidderau Ostheim

Gedankenanstoß

Auch wer viel zu tun hat, hat geschenkte Zeit


„Ich habe keine Zeit.“ Das beunruhigt viele Menschen. Und dieses Gefühl trifft auf viele Menschen wirklich zu. Schon Kinder klagen darüber, dass ihnen die Zeit zum Spielen fehlt. Anscheinend beruht das Gefühl des Dauerstresses auf einem Mentalitätswandel in unserer Gesellschaft.
Keine Zeit zu haben, ist dennoch ein völlig neues Phänomen. Ich bekomme zwar bei Hausbesuchen von der älteren Generation oft erzählt, wie wenig Freizeit man damals als junger Mensch hatte. Aber dennoch fällt dieser Satz nie: „Ich hatte keine Zeit“. Keine Zeit zu haben, ist offenbar nicht dasselbe wie, viel zu tun zu haben. Wer keine Zeit hat, dem fehlt vielmehr etwas Wichtiges im Leben. Vielleicht fehlt sogar das Leben selbst. Wenn die Bibel davon spricht, dass die eigene Zeit knapp wird, dann denkt man dabei an den Tod. „Ich habe keine Zeit“ heißt im biblischen Sinn: Ich lebe nicht mehr. Der Mensch, der keine Zeit hat, stirbt mitten im Leben.
Ein afrikanisches Sprichwort spricht zu den Europäern: „Ihr habt die Uhr, aber wir die Zeit“. Je genauer unser Leben zeitlich ausgemessen wird, desto mehr Leben geht verloren. Natürlich vergehen die Sekunden und Stunden in Europa nicht schneller als in Afrika. Was anders ist, ist die Einstellung zur Zeit: Wofür ist keine Zeit? Wofür will man Zeit haben? Zeit soll einen Sinn bekommen. Aber der Sinn der Zeit liegt nicht in ihrer bloßen Dauer. Die Bibel spricht deshalb davon, dass Zeit ein Geschenk Gottes ist: „Meine Zeit steht in deinen Händen“ (Psalm 31, 16). Damit ist nicht die physikalische Zeit gemeint, nicht der permanente Wechsel von messbaren Augenblicken. Es ist vielmehr gemeint, dass Zeit erst dadurch lebendig wird, dass sie einen Sinn bekommt. Der Sinn der Zeit liegt also nicht in der Zeit selbst. Zeit wird erst sinnvoll, indem sie für etwas gut ist, das „über“ der Zeit steht. Deshalb verdankt sich der Sinn des Lebens dem Geschenk der Zeit.
Wer keine Zeit hat, sollte also zeitig sein Leben ändern. Was fehlt, ist nicht Dauer, sondern die Einsicht, dass das Leben geschenkt ist. Auch wer viel zu tun hat, kann dann viel Zeit haben.

Lukas Ohly


Theologiestudent hält Gottesdienst in Ostheim

Am Sonntag, 7. Juli, leitet der Theologiestudent Sebastian Krombacher den Gottesdienst in Ostheim. Krombacher studiert mit dem Berufsziel des Pfarrers an der Goethe-Universität Frankfurt evangelische Theologie. Er studiert bei Pfarrer Lukas Ohly, der neben seinem Pfarramt einen Lehrauftrag an der Universität ausübt. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr. Im Rahmen des Pfarramts-studiengangs belegen Theologiestudierende auch Seminare im Predigen. Herr Krombacher hat ein solches Seminar bereits mit Erfolg absolviert. Daneben erlernen die Studierenden, die historische Situation biblischer Texte selbst zu ermitteln und so den historischen Sinn der Texte zu rekonstruieren. Daneben erarbeiten sie sich Methoden, wie der Wahrheitsanspruch des christlichen Glaubens ermittelt werden kann. Aber auch das praktische christliche Leben gehört zum Dasein des Pfarramtsstudenten dazu, so arbeitet Herr Krombacher neben seinem Studium in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit.

Schulanfang mit Familiengottesdienst

Auch dieses Jahr feiern die katholische und evangelische Kirchengemeinden einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst zum Schulanfang. Der Gottesdienst beginnt am Dienstag, den 13. August um 9.45 Uhr und dauert etwa eine halbe Stunde. Besonders eingeladen sind alle Schulanfänger sowie deren Familien.
Traditionell verschenken die Gemeinden an jeden ABC-Schützen eine Kinderbibel.

Literaturkreis liest Kierkegaard

Der Theologische Literaturkreis trifft sich wieder am Montag, 19. August, 19.30 Uhr, im alten Windecker Pfarrhaus, Kirchplaz 2. Die theologisch Interessierten lesen im Anschluss an seine Platon-Lektüre des Dialog „Euthyphron“ nun einen Auszug des dänischen Philosophen Sören Kierkegaard "Furcht und Zittern". In diesem Buch findet das Problem, das Platon im Euthyphron diskutiert, seine Fortsetzung aus christlicher Perspektive. Kierkegaard verhandelt die Frage, ob ein Handeln aus Gottvertrauen höherwertig ist, als sich moralisch gut zu verhalten. Der Philosoph diskutiert diese Frage anhand der biblischen Geschichte, in der Abraham von Gott aufgefordert wird, aus Treue zu ihm seinen Sohn Isaak zu töten. Aus „Furcht und Zittern“ werden die beiden Kapitel "Problema I" und "Problema II" für den Abend des Literaturkreises gelesen.

Beim Theologischen Literaturkreis handelt es sich um eine Projektgruppe interessierter Menschen, die etwa sechs Mal im Jahr theologische oder religionsphilosophische Fachliteratur besprechen. Er wird geleitet vom Ostheimer Pfarrer Lukas Ohly, der auch Dozent für Theologie an der Frankfurter Goethe-Universität ist. Interessierte können je nach Leseprojekt ein- und aussteigen.


Reisen einer Teekanne oder Wie schreibt man ein Fachbuch? Eindrücke von Pfarrer Ohlys Studiensemester

Pfarrer Lukas Ohly informiert seine Kirchengemeinde am Dienstag, 20. August, 19.30 Uhr in der Ostheimer Kirche über seine Erfahrungen aus seinem Studiensemester. Drei Monate war er vom Dienst in Ostheim freigestellt, um an einem theologischen Forschungsprojekt zu arbeiten. Seine Expertise kann er nun in Kirche und Gesellschaft zur Verfügung stellen. Der Vortrag zeigt Unterhaltsames und Ernstes, erzählt von Begegnungen und legt einige Forschungsergebnisse populär-wissenschaftlich vor. Ohly hat an einem Buch zur Grundlegung der Ethik gearbeitet. Er hat die Fragen beantwortet, ob sich Christen und Nicht-Christen auf eine gemeinsame ethische Basis einigen können, wie sie in einer pluralistischen Welt zusammenarbeiten wollen. In einigen Studienreisen und überregionalen Vorträgen hat Ohly seine Ergebnisse bereits einem theologischen Publikum vorgestellt, um ihre Überzeugungskraft zu testen. Dabei durfte nie seine Teekanne fehlen... Interessierte sind zu diesem unterhaltsamen und auch nachdenklichen Vortragsabend herzlich willkommen.
Der Eintritt ist frei.

„Auf der Suche nach Wahrheit“ Ostheimer Predigtserie zu Fragen des Glaubens beginnt

Im September eröffnet Pfarrer Lukas Ohly eine Predigtserie „Auf der Suche nach Wahrheit – Fragen an den christlichen Glauben“. An einem Sonntag im Monat geht der Ostheimer Gemeindepfarrer auf typische Fragen, die an den christlichen Glauben gestellt werden, ein. Die Ostheimer Predigtserie soll Christen helfen, ihren Glauben argumentativ besser zu begründen. Zugleich richtet sich die Serie auch an religiös interessierte Menschen, die jedoch Zweifel haben, ob sie der christlichen Botschaft trauen sollen. Pfarrer Ohly will zeigen, dass die Einsichten des christlichen Glaubens vernünftig nachvollziehbar sind. Niemand muss aus seinem Alltag in eine Wunderwelt springen, um an Gott zu glauben. Vielmehr hilft der Glaube, das eigene Leben hilfreich zu deuten und glücklicher zu führen. Im Monat der Kirchenvorstandswahl geht die Ostheimer Predigtserie auf den Zweck der Kirche für Gläubige ein. Welchen Zweck die Kirche hat, können sich auch Nichtchristen oft plausibel beantworten. Aber dass man für seinen eigenen Glauben die Kirche braucht, sogar man ihn schon hat, verstehen Christen nicht immer. Pfarrer Ohly versucht, am 8. September, 10 Uhr in der Ostheimer Kirche, eine Antwort zu geben, indem er das Lukasevangelium Kapitel 17, 20-24 auslegt.

Vertretungsplan Pfr. Ohly Juli/August 2019


Gottesdienste Juli/August 2019


Donnerstag, 27. Juni 2019

Gedankenanstoß

„Was bringt mir die Kirche?“

In vielen Gesprächen höre ich diese Frage: „Was bringt mir die Kirche?“ Meine Gesprächspartner räumen ein, dass die Kirche zwar für viele Menschen Angebote bereithält, aber keine interessanten Angebote für sie selbst. Sie wissen, dass die Kirche Freizeit- und Bildungs-angebote für Kinder und Jugendliche anbietet, sich in der Seelsorge um Ratsuchende kümmert und Menschen in vielen Lebenslagen ein hilfreiches Deuteangebot macht. Aber obwohl die Einladung der Kirche auch für diese Gesprächspartner gilt, geben sie an, dass sie nicht kommen würden. Dabei kommen die von Soziologen „Kirchendistanzierten“ genannten Personen durchaus oft. Sie sind sogar die häufigsten Nutzer kirchlicher Angebote, etwa in Notsituationen oder zur Taufe ihrer Kinder. Studien belegen, dass diese Menschen von der kirchlichen Botschaft erreicht werden: Sie werden angerührt, getröstet und in Notlagen stabilisiert. Wer mich aber fragt: „Was bringt mir die Kirche?“, geht fast immer davon aus, niemals in solche Situationen zu geraten. Das ist eine überraschende Fehleinschätzung, wie eben nicht nur die hohe Nachfrage nach kirchlichen Angeboten durch die „Kirchendistanzierten“ belegt. Etwa 92 Prozent aller Menschen erleiden mindestens einmal im Leben eine traumatische Erfahrung. Fast jede zweite Person wird im Lauf des Lebens depressiv. Wer gut situiert ist, sollte Vorsorge leisten für den Fall, wo er Hilfe braucht. Als Christ könnte man die Frage „Was bringt mir die Kirche?“ umkehren und sich dabei an der Nächstenliebe orientieren: „Was bringt es anderen, dass ich in der Kirche bin?“ Wer mit seinem finanziellen Beitrag die kirchlichen Angebote für Unterstützung von Menschen in ihren alltäglichen Krisen fördert, erfüllt das christliche Gebot der Nächstenliebe. Und wer sich wirklich nur daran orientiert, was ihm persönlich etwas bringt, sollte es auch tun: Hilfsbereite und spendenfreudige Menschen sind glücklicher als andere. Und auch unsere Gesellschaft wird durch gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die die Kirche übernimmt, entlastet. Lukas Ohly


50. "Auszeit in der Kirche"

Am Mittwoch, den 5. Juni 2019 hatte das Regenbogenteam der Ev. Kirche Ostheim unter der Leitung von Regina und Klaus Meixner, sowie Walter Rümmler ihre 50. Auszeit in der Kirche gefeiert.
Angefangen hat alles vor 7 Jahren am Mittwoch den 4. April 2012.
Zu wechselnden Themen bietet das Team in der Zeit zwischen 19 - 20 Uhr ein meditatives Angebot in der zum Thema dekorierten und beleuchteten Kirche an.
In dieser Stunde kann jeder Teilnehmer zur Ruhe finden, Musik und Texten lauschen und Entspannung von der Hektik des Alltags finden.
Im Anschluß wird immer eine Gesprächsrunde bei einer Tasse Tee angeboten."


Freitag, 24. Mai 2019

Jung und online - Die Kirchenvorstandswahl

Bei der Kirchenvorstandswahl am 22. September können bereits Jugendliche ab einem Alter von 14 Jahren wählen. Die Landessynode hat vor Jahren diese Entscheidung aufgrund der Religions-mündigkeit mit 14 Jahren getroffen. Somit können auch schon die 14 Jugendlichen wählen, die am 26. Mai in Ostheim konfirmiert werden. Wählbar sind allerdings erst volljährige Gemeindeglieder. Eine zweite wichtige Neuerung ist die Möglichkeit der Online-Wahl. Neben dem Urnengang und der Briefwahl können alle Wahlberechtigten auch über das Internet abstimmen. Sie erhalten dazu auf Antrag einen Zugangscode, der die geheime Wahl garantiert.
Bis Anfang Juni können sich Interessierte für das Kirchenvorstandsamt im Gemeindebüro oder mittwochs: 10.00 -13.00 Uhr und freitags: 8.00 Uhr- 11.00 Uhr unter Tel.: 06187-27418 melden.