Mittwoch, 22. November 2017

Weihnachtsbaum bleibt bis Ende Januar stehen

Die Kirchengemeinde wird die Epiphaniaszeit sichtbarer an die Weihnachtszeit anschließen. Die Kirchenfenster werden bis zum Ende der Epiphaniaszeit 70 Tage vor Ostern nach draußen angestrahlt. Und auch der Weihnachtsbaum wird so lange in der Kirche leuchten. Die Weihnachtszeit endet zwar am 6. Januar. Allerdings schließt sich direkt die Epiphaniaszeit, zu deutsch: „Erscheinung“, an. Im Mittelpunkt dieser Zeit stehen biblische Texte, die Jesus als Retter der Welt darstellen. So wird am 6. Januar, dem Epiphaniastag, die Geschichte von den Waisen aus dem
Morgenland gepredigt (Matthäusevangelium 2, 1-12) – also eine Geburtsgeschichte Jesu, die Christen auch an Weihnachten erzählen. Zudem werden etliche Epiphaniaslieder auch im Advent oder an Weihnachten gesungen, so etwa das Wochenlied am 2. Sonntag nach Epiphanias: „Gottes Sohn ist kommen“ oder „Der Morgenstern ist aufgedrungen“.
Die Epiphaniaszeit steht damit im direkten Zusammenhang zur Advents- und Weihnachtszeit. Das soll symbolisch unterstützt werden mit dem leuchtenden Weihnachtsbaum sowie mit den strahlenden Kirchenfenstern, die im Advent wie bei einem Adventskalender nach und nach „geöffnet“ werden, um zu leuchten. Mit dieser einstimmigen Entscheidung des Kirchenvorstandes entspricht die Kirchengemeinde auch vielen Bedürfnissen von Familien, die ihren Weihnachtsbaum auch noch über den 6. Januar in ihren Wohnungen stehen lassen. Zudem aber soll die Symbolik den theologischen Sinn der Epiphaniaszeit ausdrücken. Auch etliche katholische Kirchen lassen oft ihren Weihnachtsbaum bis Anfang Februar stehen. Er wird dann zum katholischen Fest „Mariae Lichtmess“ abgeräumt .


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